to love and lose and still be kind

Ich bin unglücklich. Und ich finde auch das gehört hier durchaus auf meinen Blog. Nicht falsch verstehen: Ich komme schon ...







Ich bin unglücklich. Und ich finde auch das gehört hier durchaus auf meinen Blog. Nicht falsch verstehen: Ich komme schon klar und ich habe die Unterstützung wunderbarer Menschen, ich habe sehr viel Freude an manchen Tagen und mache nur Unsinn, aber ich werde auch nicht schön reden, wie miserabel ich mich immer wieder fühle. Therapiesitzungen, zerknülltes Papier, Tränennasse Wangen, weiche Bettdecken und ganz viel Vermissen und Sorgen. Die letzten Monate waren schrecklich und die Zeit momentan ist noch weit entfernt, um sie als gut zu bezeichnen. Ich rede nicht mit jedem in meinem Umfeld über meine Probleme und will dies auch nicht hier mit Fremden tun. An diesem Ort hier, der mich lange begleitet und mir etwas bedeutet, will ich jedoch auch nicht vortäuschen, alles sei wunderbar.

Warsan Shire ist eine somalisch-britische Autorin, die vor allem Lyrik schreibt. Der Titel dieses Blogeintrags "To love and to lose and still be kind" stammt ebenfalls von ihr. Darin finde ich mich gerade etwas wieder. Lieben, verlieren und dennoch ... nicht aufgeben, gütig sein, hoffnungsvoll sein? Das ist es; - ein Versuch.

Ich arbeite an einem Manuskript, was ich mir zuvor irgendwie nicht zugetraut habe, glaube ich. Ich habe gerade auch Zeit dafür gehabt und merke wieder, dass mir schreiben gut tut. Es gibt mir einerseits das Gefühl, trotz abgebrochenem Semester, produktiv zu sein - und das brauche ich. Ich will mir nicht nutzlos vorkommen und ich bin jemand, der dieses Gefühl dann nun mal hat, wenn ich nicht viel zu tun habe. Ich habe Artikel für andere geschrieben, habe ein wenig gejobbt, gehe auf Angebote ein und schreibe wieder viel für mich selbst. Denn andererseits ist das essentiell für mein Wohlbefinden, wenn ich wirre und traurige Gedanken habe. 

Ich sehe mir jeden Abend Folgen von Gilmore Girls an. Keine Ahnung, wie oft ich die gesamte Serie schon durchgeguckt habe. Das beruhigt mich, das fühlt sich heimisch an und ich liebe die Serie. Nach den Brüchen bin ich gerade tatsächlich "in omnia paratus".
Ich weiß noch nicht, wo ich hinkomme und was ich eigentlich genau will. Katharsis fühlt sich doch nicht so gut an, wie ich es mir immer eingeredet habe. Ich weiß nicht, wie meine Zukunft aussehen soll, bin mir mit meiner geplanten Laufbahn unsicherer als zuvor. Ich könnte mir statt Uni gerade genauso gut vorstellen, mit einem Rucksack durch Osteuropa, Skandinavien und Südostasien zu laufen. Will ich den Master noch? Wo und wie? Vielleicht Praktika in Berlin, Hamburg und Köln? Etwas ganz Anderes? Meine Pläne - denn Pläne brauche ich noch immer - sind nicht mehr auf die nächsten Jahre, sondern die nächsten Wochen und Monate angelegt. 








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  1. Ich denk an dich. Es wird alles gut!

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  2. Janet, dass du darüber schreibst und nachdenkst, zeigt dass du auf dem richtigen Weg bist. Du wirst deine Entscheidungen nicht bereuen, weil du genug reflektierst. Und auch wenn dieses zu viel denken manchmal unglücklich macht, so sagst du auch selber, dass dieses grüblerische wichtig für eine Schreiberin wie dich ist. Ich drücke dir die Daumen und kann dir nur noch einmal sagen, dass ich deine Arbeit sehr schätze. Dieses Manuskript zum Beispiel würde ich sehr sehr gerne lesen:)

    xx Ana

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  3. Gilmore Girls ist super und super wäre es auch, wenn du am Manuskript dran bleibst. Um mal Neil Gaiman zu zitieren: “The one thing that you have that nobody else has is you. Your voice, your mind, your story, your vision. So write and draw and build and play and dance and live as only you can.” Lass dich nicht unterkriegen, viel Erfolg!

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