Frauen und Technik - Die Genetik der Dummheit

Silicon Valley ist bekannt für seinen technischen Fortschritt und für seine innovative Start-Up Kultur. Was das Thema Sexismus angeht, ha...



Silicon Valley ist bekannt für seinen technischen Fortschritt und für seine innovative Start-Up Kultur. Was das Thema Sexismus angeht, hadert die Szene jedoch von einem zum anderen Extrem und in allem dazwischen. Berichte über sexuelle Belästigung, über Kitas zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Möglichkeit, seine Eizellen auf Kosten des Unternehmens einfrieren zu lassen bis hin zu Vorwürfen, eines sexistischen Grundkerns und -kanons im Silicon Valley. In dem Großunternehmen von Google sind knapp 20% der Mitarbeiter der Tech-Branche Frauen.  Diversität steht bei 1% farbiger Mitarbeiter auch nicht jauchzend auf den Fahnen.



Frauen biologisch für die Technik- und Digitalisierungsbranche ungeeignet



Ein Google Entwickler veröffentlichte nun einen Text, der zu erklären versuchte, wieso Frauen genetisch schlechter für die Branche geeignet seien, als Männer. In seinem Text kritisiert er die Bemühungen, Frauen und Minderheiten zu fördern, um ihnen Möglichkeiten zu bieten, in der Tech- und IT-Branche zu arbeiten, was der Branche schaden würde. Diese Bemühungen um Diversität würde dem Unternehmen schaden. Denn Frauen seien, so der Autor, biologisch ungeeignet für Jobs dieser Art. Einer Implikation des Sexismus widerspricht er deutlich in seinem Text, denn es liege allein an den "natürlichen Fähigkeiten" der Männer, die sie für Jobs bei Google und co. einzig geeignet machen. Seiner Pseudowissenschaft geht er unter dem Unterpunkt "Neurotizismus" weiter nach.



Auf zehn Seiten erklärt er, Frauen seien schon biologisch zu kooperativ, nicht durchsetzungsfähig, 
und legten ihren Fokus mehr "auf Gefühle und Ästhetik", als auf Ideen.


Sie seien nicht ausreichend widerstandsfähig gegenüber Stresssituationen und schafften es aus guten Gründen nicht in die Führungspositionen der Industrie. Der niedrige Anteil weiblicher Mitarbeiter sei aufgrund der biologischen Differenzen zu erklären und habe nichts mit Diskriminierung zu tun. Unterschiede im Gehalt von Männern und Frauen in der Branche seien ein "Mythos". Er selbst, so der Autor des Textes, wolle mit seiner Denkweise nicht zum Schweigen gebracht werden.

Während das US-amerikanische Arbeitsministerium momentan zeitgleich noch prüft, ob Google seine weiblichen Mitarbeiter systematisch schlechter bezahle, zeigt der Konzern jedoch seinen außenwirksamen Standpunkt: Der Text verbreitete sich intern innerhalb kürzester Zeit und rief mehrere Beschwerden hervor und entfachte interne Debatten rund um das Unternehmen und ihre Politik. Der Google-Mitarbeiter wurde nun aufgrund seiner frauenfeindlichen Äußerung entlassen.

Viele Teile des Textes hatten gegen interne Verhaltensregeln verstoßen, sowie eine Grenze der "Verbreitung schädlicher Stereotypen über Geschlechter" überschritten, so der Pichai Sundararajan,  CEO von Google Inc., der aufgrund der hitzigen Debatte seinen Urlaub unterbrach.



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