30 Ideen für das neue Jahr

Schon im letzten Jahr feierte ich das neue Jahr und gab ein paar Vorschläge für Vorsätze, die man verfolgen oder Ideen, die man sich zumind...

Schon im letzten Jahr feierte ich das neue Jahr und gab ein paar Vorschläge für Vorsätze, die man verfolgen oder Ideen, die man sich zumindest einmal vor Augen führen könnte. 

 "Der erste Tag des neuen Jahres, das noch unbeschadet ist und das so ganz anders werden kann, als das vorherige. Ich bin ein großer Fan von Vorsätzen bzw. von Zielen. Falls ihr das auch seid oder euch noch nichts vorgenommen habt und ein paar Ideen braucht, dann habe ich hier 30 Ideen für das neue Jahr", schrieb ich. Und möchte dies erneut tun. Ich habe mir Mühe gegeben, möglichst wenige dieser Dinge zu wiederholen, bei einigen konnte ich jedoch nicht anders.

 Außerdem sind sie grob in verschiedene Bereiche geteilt: In konkret Alltägliches, in (Zwischen-) Menschliches, das Erlernen neuer Fähigkeiten, sowie Dinge, die mehr mit einer grundsätzlichen Geisteshaltung zu tun haben. Hier also: 30 Ideen für 2018! Viel Spaß und viel Erfolg!


Alltag


  1. Lesen.

     Für mich ist der Vorsatz des Lesens gar nicht wegzudenken, weil er ein so wesentlicher Bestandteil meines Alltags ist. Vielleicht sollten wir mehr lesen? Vielleicht auch einfach "richtiger", d.h. das Genre finden, das einem am meisten zusagt. Vielleicht abwechslungsreicher oder diverser? Auf Zielstreberin.de habe ich im letzten Jahr Tipps gegeben, wie man es schafft, mehr Zeit für das Lesen neue Gedanken und Geschichten einzuräumen

  2. Filme ansehen.

    Ich weiß nicht, ob ich da nur für mich spreche, aber langsam aber sicher gewöhne ich mir unabsichtlich das Filmegucken ab. Das klingt absurd, aber ist irgendwie wahr. Ich bin - wie der Rest der Welt - zum Serienbingewatcher geworden und bin immer wieder auf der Suche nach der nächsten guten Serie, teilweise wohl, weil man durch die Staffeln und vielen Episoden mehr davon hat, teilweise aber vielleicht auch, weil man weniger hat: Zeit. Ich erwische mich manchmal dabei, dass ist bei einem Film denke, dass es ja ganz schön lange dauert und auch die dramaturgische Geschwindigkeit entsprechend langsamer ist. Und weil ich mittlerweile all die Youtube Videos und Serien gewohnt bin, werde ich ungeduldig. Viel zu schade, denke ich, vor allem um all die grandiosen Filme, die ich immer seltener abends ansehe. Das muss ich doch mal ändern.
    Ich habe in meinem Geschenkeguide außerdem bereits erwähnt, wie schön ich einen Kinobesuch finden kann. Insbesondere, wenn es eben ein romantisches kleines Programmkino ist und der Ausflug selbst schon ein kleines Ereignis ist. Dieses Jahr zelebriere ich den Film!

  3.  Setze dir ein sportliches Ziel.

    Bestenfalls nicht "sportlicher sein", was viel zu schwammig oder "jede Woche 3x Sport", wenn du bis dato recht unsportlich bist. Fang klein an, aber nenne ein konkretes Ziel, das du erreichen kannst und vor allem auch willst.

  4.  Das Zeitgeschehen besser mitverfolgen. Und bestenfalls auch verstehen.



  5. Besser schlafen.

    Schlaf gut! Schlaf länger, schlaf besser. Nimm dir diese Zeit.

  6.  Besser aufstehen

    Gewohnheiten etablieren, die besser zu deinem ganz persönlichen Leben passen. Früher aufstehen? Jeden Morgen ruhiger angehen? Schon am Abend ein gutes Frühstück vorbereiten? Irgendwas vorbereiten, damit der Morgen weniger stressig verläuft? Lesen? Langsamere oder bewusstere Morgenden haben einen positiven Einfluss auf den darauf folgenden Tag und geben den Ton für die nächsten paar Stunden an.

  7. Besser essen

    Besser essen zu wollen muss nicht unbedingt mit einer sehr gut gestellten finanziellen Situation zusammenfallen. Was ich meine ist nicht unbedingt ein Essen mit Trüffel, Austern und Kaviar, sondern das Essen selbst, als Aktivität besser zu gestalten. Wie bewusst isst man? Isst man viel zu oft alleine vor dem Laptop? Merkt man überhaupt, was man schmeckt, während man auf dem Handy herumtippt? Betrachte ich Essen nur noch als etwas, was mich irgendwie sättigt oder was sogar ein Feind ist, weil mein Essverhalten irgendwie gestört ist? Merke ich eigentlich, was genau ich da esse? Was da wirklich drin ist?

  8. Gratuliere.

    Ist es irgendwie uncool geworden, Freunden und Bekannten zum Geburtstag zu beglückwünschen? Du siehst auf Facebook, dass deine ehemalige Schulfreundin  Geburtstag hat, du erfährst, dass jemand aus deinem Bekanntenkreis sich verlobt oder deine Cousine ihren Abschluss gemacht hat oder Jahrgangsbeste geworden ist. Dann gratuliere! Ein so minimaler Aufwand, über den sich der Beglückwünschte bestimmt freut.


  9.  Pflanze einen Mangobaum.

    Vor einem Jahr machte ich den Vorschlag, einen Avocadokern zu pflanzen. Mein Vorschlag für dieses Jahr: Ein Mangobaum! 

  10. Schreib Briefe und Karten. Ernsthaft. Ich kenne einige Personen, die das richtig schön finden und eigentlich sehr gerne tun würden, allerdings glauben, dass es niemanden gibt, denen sie welche schreiben könnten. Schreib deiner Oma, deinen weggezogenen Freunden.




  11. Hör dir Musik an, die du mal geliebt hast.

    Einerseits hatte es sicherlich gute Gründe, dass du dieses eine Album oder diese einen Künstler so geliebt hast und andererseits (und das ist das Faszinierende, finde ich!) sind Lieder Zeitkapseln.
    Es gibt diverse Seiten, die dir anzeigen, was in welchem Jahr in den Charts war und rauf und runter gespielt wurde. Zu sehen, was lief, als ich in der Pubertät war oder gerade mein Abi machte hat viele neue alte Ohrwürmer hervorgerufen und so manch eine Erinnerung. Ich setz mich jetzt allerdings mal hin und höre ganz genüsslich The Kooks.

  12. Gestalte ein Fotoalbum.
    Für dich zur Erinnerung an dieses Jahr. Oder sammle schon zu Beginn des Jahres immer mal wieder ein paar Bilder für deine Freunde oder Eltern, denen du am Ende des Jahres ein Album basteln kannst.

  13. Überlege, ob du dein Geld investieren könntest. Das müssen auch nicht Aktien und Bitcoins sein, sondern vielleicht in eigene Potentiale. Rüste dein Equipment auf oder nutze finanzielle Rücklagen, um dich selbst voran zu bringen, in Fähigkeiten oder Persönlichkeitsentwicklung.



    (Zwischen-) Menschliches

  14. Freundschaften zelebrieren. Räume Zeit frei für die Menschen, die du am meisten liebst.

  15. Triff Fremde.

    Das soll jetzt kein Ratschlag sein, der dazu führt, sich in gefährliche und dubiose Situationen zu werfen, jedoch ein kleiner Ermunterer, dass es so viele Menschen gibt, mit denen du dich vielleicht hervorragend verstehen würdest oder es vielleicht sogar schon bei jemanden vermutest, aber niemals den Schritt machst, nach einem Kaffeedate zu fragen.

  16. Mehr Gutes tun. Und Gutes besser tun, nicht bloß nach einem emotionalen Impuls, sondern mit Verstand und Überdenken.

  17. Versöhnen, Loslassen und Akzeptieren.


    Neues Lernen

  18. Lerne kochen

    Schon klar, du brauchst keinen Michelin Stern. Aber schaden kann es eigentlich nicht und einen sozialen Aspekt hat das Kochen und Essen auch. Zumindest 3 Gerichte kochen lernen, die man beherrscht, die man selbst gerne mag und die man sogar für andere kochen würde.

  19.  Auf 5 verschiedenen Sprachen "Danke", "Bitte" und "Freut mich, dich kennen zu lernen!" sagen können.

  20. Lern sprechen!

    Wenn ich eines nicht kann, dann so etwas wie Public Speaking. Und dazu gehören für mich bereits Telefonate mit Fremden oder mündliche Prüfungen oder größere Referate in der Uni, mal ganz zu Schweigen von Anfragen, die größer sind als das. Ich weiß nicht wieso, aber ich werde unglaublich nervös, meine Hände werden kalt und meine Ohren heiß und ich habe große Angst, mich auch nur einmal zu verhaspeln, als hätte ich mich dann auf ewig blamiert. Das ist einerseits Unsinn und andererseits auch tatsächlich hinderlich. 

  21.  Mach's dir selbst.

    Etwas ist in deiner Wohnung kaputt. Vielleicht nicht sofort den Handwerker oder Papa anrufen, damit er das repariert. Probier es selbst. Wir sind doch keine Kleinkinder. Raus mit der Spachtelmasse, den neuen Glühbirnen und Kreutzschlitzschraubenschlüsseln. Charlotte Engelhart wäre stolz auf dich.

  22. Zeitmanagement. Fang. Früher. An.

  23. Werde Spezialist auf einem Fachgebiet.

    Du hast ein ganz bestimmtes Hobby oder Interessengebiet? Vielleicht einen ganz bestimmten speziellen Bereich aus den Inhalten deines Studiums? Werde Experte. Mach dir selbst eine Freude und lerne mehr über dieses Gebiet, setze dich damit auseinander, egal, ob es relevant für die Uni, sinnvoll oder cool ist. Es interessiert dich und bringt dich dazu, mehr erfahren zu wollen. Werde Spezialist!

  24. Letztes Jahr schlug ich vor, die eigene Stadt besser zu erkunden. Jetzt will ich das ein ganz kleines bisschen ausbreiten: Lerne deine Umgebung kennen. Die Großstadt in deiner Nähe sollte erkundet werden. Was gibt's Neues? Welche Ausstellungen und Events, welche hübschen Cafés, leckeren Restaurant, guten Bars und empfehlenswerten Buchhandlungen?




    Haltung
  25. Achte auf dich.

    Stress wird zum gesellschaftsfähigen Statussymbol. Und kein Pelzmantel der Welt könnte dem Menschen schlimmeres antun als das. Selfcare oder auch die deutsche Version "Selbstsorge" darf nicht verpönt sein. Kümmer dich um dich, körperlich und mental. Zum Arzt gehen und lernen zu verstehen, wann man eine Auszeit braucht, auf seinen  Körper hören, wenn man Schlaf oder Essen braucht. Dein Körper sollte nicht dein Feind sein, sondern dein Freund. Er ermöglicht dir, zu leben und das in der meisten Zeit auch noch ohne Krankheiten und Einschränkungen. Und damit sind wir vielen Menschen gegenüber schon so privilegiert. Wir dürfen leben und atmen und laufen und essen. Wir müssen unsere Körper (insbesondere optisch) nicht lieben, aber wir sollten sie für all das wertschätzen und richtig behandeln.

  26. Seinen Willen stärken

    Niemand ist gerne derjenige, der immer nachgibt. Vor allem nicht sich selbst gegenüber, wenn man sich einmal etwas vorgenommen hat. Lerne, dich durchzusetzen, lerne, Dinge nicht immer aufzuschieben oder zu verwerfen, lerne,"Nein" zu sagen. 

  27.  Akzeptiere Komplimente und Lob.

    Letztes Jahr machte ich den Vorschlag, mehr Komplimente zu machen. Aber wie sieht es eigentlich damit aus, Komplimente annehmen zu können, die einem gemacht werden? Verneinen wir und winken ab oder entgegnen wir direkt mit einer Relativierung? Akzeptiere positive Rückmeldungen und schöne Worte von anderen und denk darüber nach. Vielleicht, ganz vielleicht, hast du es ja wirklich verdient und es stimmt.



  28. Nicht auf zu vielen Hochzeiten tanzen.

    Es ist nicht effizienter, wenn du Verabredungen und Dinge in deinem Kopf in einem jonglierenden Akt des Multitaskings und Marathons ablieferst. Geh nicht auf drei Partyeinladungen an einem Abend ein und bleibe bei jedem nur gestresste 30 Minuten und nimm dir auch nicht hundert Dinge gleichzeitig vor, von dem du letzten Endes gar nichts richtig schaffst. Konzentriere dich auf wenige(r) Dinge, die du priorisierst und mach sie richtig.

  29. Kenn die Dinge, die du liebst.

    Viele von uns können geradezu manisch aufgebracht aufzählen und in allen schrecklichen Details beschreiben, was sie hassen oder wen oder was sie lächerlich oder dumm finden oder was absolut überbewertet sei. Weniges ist allerdings so schön mitzuerleben wie Menschen, die über etwas sprechen, das sie lieben und das sie begeistert. Können wir das überhaupt noch?

  30. Lerne von anderen Kulturen.

    Dafür musst du nicht wegfliegen und dort mit Einheimischen aus Thailand, Argentinien oder Chile sprechen. Das mag einigen nicht gefallen, aber wir sind schon jetzt von anderen Kulturen umgeben, die deswegen nicht gleich weniger wertvoll oder bereichernd sind oder sein können als diejenigen, die wir auf Postkarten verschicken. Sprich mit Menschen, die du kennst, die selbst oder dessen Familie aus ganz anderen Ländern kommen über ihre Erfahrungen, über Werte und Bedeutungen. Oder lerne etwas über die authentische Küche anderer Kulturen abseits der Klischees. Das muss keine Bedrohung sein. Sprich mit Menschen aus der Türkei, Polen, Italien, Griechenland, Russland, Syrien und Vietnam. Und mit Menschen aus Bayern und Sachsen.


 +1 Mach das, was du selbst für richtig hältst. Nicht das, was dir andere Menschen als wichtig attestieren und auch nicht das, was eine Liste dir vorschreibt.


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1 x

  1. Hey!
    Ein sehr inspirierender Beitrag, danke dafür!
    Viele der Punkte werde ich mir nun mehr zu Herzen nehmen.
    Da ist einiges bei, wo ich schon selbst immer mal wieder drüber nachgedacht habe.
    Sie so geballt zu lesen ist natürlich praktisch und eine tolle Motivation :)

    Liebe Grüße und ein gesundes, glückliches neues Jahr!
    Nicci

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